Vorgeschichte: Die Wurzeln des Unternehmens Oßwald - Fahrzeugteile und Technischer Handel

Die Wurzeln des Unternehmens Federn-Oßwald Fahrzeugteile & Technischer Handel reichen bis in das Jahr 1939 zurück. Damals übernahm der 1997 verstorbene Schmiedemeister Herr Ewald Koch eine Schmiedewerkstatt in Mühlhausen/ Thüringen, die zu dieser Zeit ihre Arbeitsschwerpunkte in Hufbeschlag, Fahrzeugbau, Schmiedearbeiten verschiedenster Art sowie der  Herstellung von Fahrzeugfedern hatte.

Im Jahr 1965 begann der damals 14-jährige Günter Oßwald in diesem Betrieb seine Lehre. Das Schmiedehandwerk erlernt hatte er allerdings schon früher, als er als kleiner Junge seinem Vater Walter, selbst Schmiedemeister und Inhaber einer Land- und Dorfschmiede, beim Pferde beschlagen, Wagenradbau und der Werkzeugherstellung helfend zur Seite stand. Die Tradition des Schmiedehandwerks reicht in der Familie Oßwald belegbar bis an den Anfang des 18. Jahrhunderts zurück.

Von der Übernahme des Betriebes bis zur Wende

Nachdem Günter Oßwald seinen Meisterbrief im Schlosser- und Schmiedehandwerk erworben hatte, übernahm er 1979 den Betrieb seines in den Ruhestand gehenden Meisters Ewald Koch.

Als privater Handwerksbetrieb war die Situation von Federn Oßwald in der damaligen DDR durchaus zwiespältig. Politisch nicht gewollt und von den Staatsoberen als systemfremd bezeichnet, konnte man doch auf die privatgeführten Unternehmen nicht verzichten, da große Teile der DDR - Volkswirtschaft von der Effektivität und der Findigkeit jener privatgeführten Handwerksbetrieben, wie Federn-Oßwald einer war, abhängig war. Von Seiten des Staates war das Verhältnis zu den privaten Handwerksbetrieben damit klar bestimmt: Man wollte sie nicht, doch man brauchte sie. Sie stellten ein notwendiges Übel dar. In diesem Fahrwasser bewegte sich das Unternehmen bis zur Wende 1989/90. Die Arbeitsschwerpunkte des Unternehmens lagen in dieser Zeit in der Herstellung und Reparatur von Blattfedern.

Von der Wende bis heute – Neuorientierung auf dem Fahrzeugersatzteilemarkt

In der Zeit unmittelbar nach der Wende erlebte das Unternehmen seine bis heute größten Veränderungen. Wege und Verfahrensweisen, die sich bis dato als gut und erfolgversprechend erwiesen hatten, waren mit der politischen Wende über Nacht nichtig geworden. Der bis dato gegebene Markt war nun von einem auf den anderen Tag verschwunden. Die mit der politischen Wende Veränderungen im Konkreten, dass das Profil des Unternehmens von einem auf den anderen Tag geändert werden musste. Sich allein auf dem alten Weg: der Herstellung und dem Reparieren von Federn zu konzentrieren, schien Günter Oßwald nicht mehr der richtige Weg zu sein. Nach einer kurzen Orientierungsphase entschloss er sich, den Schwerpunkt des Unternehmens nun auf den Vertrieb von Fahrzeugersatzteilen aller Art zu legen. Zur Hilfe kamen ihm in dieser Zeit neben diversen Kontakten zu führenden Wirtschaftsunternehmen in der Bundesrepublik vor allem der Kontakt zu dem damaligen Vorsitzenden der Hoesch - AG und späteren Chef der Treuhandanstalt Herrn Dr. Dr. Detleff Rohwedder. Vor allem ihm war es zu verdanken, dass wertvolle Kontakte zu verschiedenen etablierten Unternehmen der Branche hergestellt werden konnten.

Aufgrund dieser Veränderungen wechselte 1992 der Stammsitz des Unternehmens auf ein größeres Gelände nach Felchta/ Mühlhausen, um den neuen Anforderungen besser genügen zu können. Damit einher gingen verschiedene Erweiterungen des Unternehmens durch Niederlassungen in Thüringen und Hessen (Erfurt, Gotha, Zella-Mehlis, Jena, Keula, Kassel und Hof).

Seit Ende 1999 ist der Stammsitz des Unternehmens in der Langensalzaer Landstraße 39 in Mühlhausen. Vor dem Umzug schon wurde das Produktsortiment nochmals erweitert und ausgebaut, sodass Federn Oßwald - Fahrzeugteile & Technischer Handel heute die Produktgruppen: Nutzfahrzeugteile, PKW-Teile, Werkstatt/ Industriebedarf, Agrartechnik und Ersatzteile für verschiedene Oldtimer und Ostfabrikate vertritt.

Daneben ist Federn-Oßwald Fahrzeugteile & Technischer Handel nach wie vor in der Lage, innerhalb von kürzester Zeit Blattfedern zu reparieren und selber anzufertigen.